rechtliche Grundlagen Sanierung Fischgängigkeit

Die Sicherstellung der freien Fischwanderung ist ein gesetzliches Erfordernis, das sich aus dem Bundesgesetz über die Fischerei vom 21. Juni 1991 (BGF; SR 923.0) ergibt. Gemäss Artikel 9 hat die zuständige Behörde bei Neuanlagen Massnahmen vorzuschreiben, die geeignet sind, «die freie Fischwanderung sicherzustellen» (Art. 9, Abs. 1, Bst. b BGF). Die Vorschriften des Bundes betreffen die gesamte Fischfauna (alle Arten) und zwar sowohl für Fischwanderungen flussaufwärts (Fischaufstieg) als auch für diejenigen flussabwärts (Fischabstieg). Bei jedem technischen Eingriff in ein Gewässer ist also die freie Fischwanderung in beide Richtungen sicherzustellen. Diese Gesetzesvorschrift gilt auch für bestehende Anlagen, die auf Anordnung der Behörde gestützt auf Artikel 10 BGF saniert werden müssen.