mögliche Massnahmen

Für die Sanierung des Geschiebehaushaltes gibt es vielfältige Massnahmen. Kurzfristig sind Kiesschüttungen sehr wirksam. Derzeit wird etwa am Hochrhein jährlich an mehreren Stellen Geschiebe in den Fluss geschüttet, weil es sich praktisch nicht durch den Stauraum des Kraftwerks Eglisau bewegen lässt. Die künstlichen Kiesablagerungen bieten nun neue Laichplätze, was auch schon zu einer lokalen Zunahme der Fischbestände geführt hat.

Langfristig wird angestrebt, dass vor allem Flusskraftwerke geschiebedurchgängig gemacht werden, indem etwa die Stauräume bei Hochwasser gespült werden. Bei einigen Anlagen können auch Umleitstollen den Transport von Sand, Kies und Steinen bei Hochwasser ermöglichen. Ein solches Bauwerk wurde beispielsweise am Kraftwerk Solis im Kanton Graubünden erstellt. Geschiebesammler, von denen mehrere tausend in steileren Wildbächen verbaut sind, können so gestaltet werden, dass der ökologisch wertvolle Kies noch bei kleinen Hochwassern flussabwärts transportiert wird, aber bei Extremhochwasser zum Schutz zurückgehalten wird.