Mitteilungen

Revitalisierung von Zürcher Gewässern

Lebensraum Wasser – Revitalisierung von Zürcher Gewässern

Anhand vieler Beispiele quer durch den Kanton Zürich wird gezeigt, wie Bäche und Flüsse revitalisiert werden können.

Musik trifft Wissenschaft – Vertonte Flussrenaturierungsplanung

Knuts Koffer: „Flussfisch“

IGB-Forscherin Dr. Simone Langhans und die Schweizer Band Knuts Koffer wollten gemeinsam etwas Neues ausprobieren: Zusammen haben sie ein komplexes Forschungsthema künstlerisch vertont. Gefördert wurde das Experiment von der Alexander von Humboldt Stiftung.

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Eine Qual für den Aal

Eine schnelle Sanierung der Aufstiegshilfen bei Kraftwerken ist für Fische überlebenswichtig, wie eine neue Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag in Dübendorf zeigt.

Fische haben es nicht leicht. Eine Flusswanderschaft wird jeweils zum Hindernisparcours. Allein im Einzugsgebiet des Hochrheins, der zwischen Bodensee und Basel fliesst, unterbrechen 37 Wasserkraftwerke und zwei Wehre den Strom. Zwar haben die Kraftwerksbetreiber bei gut 30 künstlichen Hindernissen eine Aufstiegshilfe eingerichtet, damit die Fische stromaufwärts ihre Laichplätze erreichen können. Dennoch: Die jüngsten Zahlen des Bundesamts für Umwelt sind erstaunlich. Im Bericht «Renaturierung der Schweizer Gewässer» heisst es: «Von den gesamtschweizerisch 2075 kraftwerksbedingten Wanderhindernissen müssen bei 970 der Fischaufstieg, der Fischabstieg oder beide Wanderkorridore wiederhergestellt werden.» Das Gewässerschutzgesetz schreibt vor, dass die Sanierungen bis 2030 umgesetzt sein müssen.

Der Ständerat steht beim Gewässerschutz zu seinem Wort

Die Bauern wollten das strenge Gewässerschutzgesetz verwässern. Doch der Ständerat hält beim Gewässerschutz Wort.

Er hat am Donnerstag, 03.12.2015 eine Motion aus dem Nationalrat abgelehnt, die den Kompromiss mit dem Fischerei-Verband zur Initiative „Lebendiges Wasser“ nach kurzer Zeit wieder unterlaufen hätte. Für die Bauern hat das spürbare Folgen.

Renaturierung der Schweizer Gewässer: Die Sanierungspläne der Kantone ab 2015

Bericht Renaturierung der Gewässer 2015

Wasserkraftanlagen und Gewässerverbauungen haben unsere Flusslebensräume stark verändert. Das hat auch negative Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen. Das neue Gewässerschutzgesetz von 2011 fordert deshalb, dass unsere Gewässer wieder natürlicher werden. Bis Ende 2014 mussten die Kantone zu diesem Zweck den Zustand der Gewässer untersuchen. Sie ermittelten, welche Gewässer durch Wasserkraftanlagen so beeinflusst sind, dass die dort lebenden Tiere und Pflanzen wesentlich beeinträchtigt sind und welche Gewässer revitalisiert werden sollen. Als wichtigstes Resultat dieser kantonalen Planungen wurden die Anlagen bestimmt, die zur Beseitigung der Defizite saniert werden müssen. Schweizweit sind das etwa:

  • 1000 Fischwanderhindernisse von Wasserkraftanlagen.
  • 100 Wasserkraftwerke die künstliche Abflussschwankungen (Schwall-Sunk) verursachen.
  • 500 Wasserkraftwerke und andere Anlagen, die Geschiebedefizite verursachen.

Darüber hinaus zeigen die kantonalen Planungen, dass 13 800 Kilometer der Gewässer stark verbaute oder eingeengte Flusssohlen und Ufer aufweisen. Von diesen Gewässern weisen 9600 Kilometer einen hohen oder mittleren Nutzen für Natur und Landschaft auf. Ab 2015 planen Kantone und Anlagenbesitzer die Massnahmen an den sanierungspflichtigen Anlagen in den Bereichen Fischgängigkeit, Abflussschwankungen und Geschiebe und setzen sie bis spätestens 2030 um. Die Revitalisierung der verbauten und eingeengten Gewässer ist eine Mehrgenerationenaufgabe und soll bis 2090 umgesetzt werden.

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