Mitteilungen Revitalisierung

BAFU – Video «Schweizer Gewässer – Alles klar?»

Das BAFU veröffentlicht ein neues Video zur Gewässerentwicklung in der Schweiz.

Gewässerraum für Hochwasserschutz und Biodiversität: Bundesrat genehmigt Bericht

Die Kantone sind seit 2011 gesetzlich verpflichtet, Gewässerräume festzulegen – als Beitrag an die Sicherheit vor Hochwasser und zur Förderung der Biodiversität. Der Bundesrat hat an der Sitzung vom 1. Juni 2018 den Bericht «Differenziertere Ausscheidung und Nutzung von Gewässerräumen» verabschiedet, der in Erfüllung des Postulats 12.3142 von Nationalrat Karl Vogler (CVP, OW) erstellt wurde. Der Bericht fasst die bisherigen Arbeiten zur Festlegung von Gewässerräumen zusammen.

BAFU – Weiterentwicklung der Gewässer

Der Schweizer Gewässerschutz ist auf den ersten Blick eine Erfolgsgeschichte. Eine differenzierte Analyse zeigt hingegen erhebliche Defizite beim Umgang mit unseren Gewässern. Der Artikel im «Aqua & Gas» 4/2018 spannt einen Bogen von der historischen Entwicklung der Gewässer bis zu den künftigen Herausforderungen.

Praxisanleitung aufgelöste unstrukturierte Blockrampe

Die VAW hat eine Praxisanleitung für aufgelöste unstrukturierte Blockrampen veröffentlicht.

 

Merkblatt-Sammlung Wasserbau und Ökologie

Die Publikation ist eine Fortsetzung der Merkblatt-Sammlung «Wasserbau und Ökologie», die im Jahr 2012 erschienen ist. Sie fasst die wichtigsten praxisrelevanten Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt «Geschiebe- und Habitatsdynamik» 2013 – 2017 zusammen. Die Themen und Inhalte wurden in einem interdisziplinären Prozess im Rahmen von verschiedenen Teilprojekten erarbeitet. [mehr…]

 

Fallbeispiel-Sammlung zur Raumsicherung für Revitalisierungen

Sie möchten ein Revitalisierungsprojekt umsetzen, doch Ihnen fehlt das nötige Land? Sie versuchen eine Lösung zu finden in einem Landverhandlungsprozess und kommen nicht weiter? Die neue Sammlung der Plattform Renaturierung bietet Ihnen rund 30 Fallbeispiele mit unterschiedlichen Vorgehensweisen zur Raumsicherung für Revitalisierungen. [mehr…]

 

Unterstützung von Projekten durch Fondsgelder

Verein für umweltgerechte Energie VUE, Zürich – Der naturemade star Fonds unterstützt ökologische Verbesserungsmassnahmen, die Teil von gut eingebeteten, sinnvollen Aufwertungsprojekten sind und möglichst zeitnah umgesetzt werden. Ein Projekt kann auch dann von den Fondsgeldern profitieren, wenn die Hauptträgerschaft kein VUE-Partner ist. [mehr…]

 

Neues Dossier: Warum brauchen die Gewässer Raum?

Bundesamt für Umwelt BAFU, Bern – Naturnahe Bäche, Flüsse und Seen beherbergen unzählige Tier- und Pflanzenarten und leisten einen erheblichen Beitrag zum Schutz vor Hochwasser, zur Trinkwasserversorgung und dienen auch der Erholung. Um all diese Aufgaben zu erfüllen, braucht es Wasser in einer guten Qualität, eine ausreichende Wasserführung sowie genügend Raum für die Gewässer. [mehr…]

 

Schwemmholz, solide verankert

Der Bund – Mit fest verankerten Baumstämmen im Gewässer wird der Scherlibach in Köniz ökologisch aufgewertet und zugleich der Hochwasserschutz verbessert – ein Pionierprojekt. In erster Linie soll die Neugestaltung den Scherlibach für Bachforellen und andere Wasserlebewesen wie kleine Krebse attraktiver machen. «Hinter den Stämmen, Ästen und Wurzelstöcken können sich Bachforellen in ruhigem Wasser aufhalten und verstecken», sagt Simon Urfer, der für das Projekt zuständige Mitarbeiter des Dienstzweigs Landschaft der Gemeinde Köniz. [mehr…]

 

Den ökologischen Nutzen von Revitalisierungen messen

Dübendorf, 03.11.2016 – News-Plattform

Revitalisierungen von Flüssen und Bächen sind naturschützerische Vorzeigeprojekte. Was sie der Natur bringen, ist aber oft nicht klar. Denn es fehlen systematische Erfolgskontrollen. Forschende der Eawag präsentieren nun ein Verfahren, mit dem sich die ökologischen Auswirkungen von Revitalisierungsmassnahmen besser quantifizieren lassen.

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Ja zur Gewässerrevitalisierung – (k)eine Frage der Fruchtfolgeflächenverluste

Die beschränkte Verfügbarkeit der Ressource Boden führt dazu, dass Hochwasserschutzprojekte, Renaturierungen oder Revitalisierungen mit dem Argument des übermässigen Verbrauchs an Landfläche im Allgemeinen und Fruchtfolgefläche im Speziellen hinterfragt werden. Mit dem revidierten und 2011 in Kraft getretenen Gewässerschutzgesetz verlangt der Bund von den Kantonen eine strategische Planung der Revitalisierung der Gewässer.

Für die geplante Revitalisierung der 152 km Gewässerabschnitte in der Planungsperiode 2015–2035 werden im Kanton Aargau etwa 32 ha Fruchtfolgefläche benötigt. Dies entspricht einem Bedarf von 1.5 ha pro Jahr oder rund 6% des jährlichen Verbrauchs an Fruchtfolgefläche. Dieser liegt bei rund 24 ha pro Jahr. Hiervon gehen drei Viertel zulasten des Siedlungsgebiets. Betrachtet man den Bodenverlust, welcher für Bauten ausserhalb der Bauzone ermittelt wird, so sind im Jahr 2014 mehr als 50% derselben auf landwirtschaftliche Aktivitäten zurückzuführen. Mithilfe der Siegfriedkarten von 1880 kann gezeigt werden, dass im Kanton Aargau rund 1000 ha früherer Sumpfgebiete und Wasserläufe heute Fruchtfolgeflächen sind. Die geplante Revitalisierung der aargauischen Gewässer in den nächsten 20 Jahren entspricht rund 3% der in den letzten 135 Jahren korrigierten Gewässer- und Feuchtflächen. Revitalisierung ist eine Verpflichtung, und die angedachte Kompensationspflicht für die dabei beanspruchte Fruchtfolgeflächen verkennt die Faktenlage: Grossverbraucher der Ressource Boden sind die Siedlungsgebiete und ausserhalb der Bauzonen die Landwirtschaft.

Kräuchi N., Tschannen M. 2015. Ja zur Gewässerrevitalisierung – (k)eine Frage der Fruchtfolgeflächenverluste. Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen, Nr. 4/2015, Seite 213-18.