Temperaturverlauf in Fliessgewässern
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Untersuchung und Visualisierung von Temperatureinflüssen, Ableitung von Massnahmenvorschlägen
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Mende M., Sieber P.
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2020
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Sieber & Liechti GmbH, IUB Engineering
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Auftraggeber: BAFU / Kanton Zürich (AWEL, Fischerei- und Jagdverwaltung) / Kanton Aargau (Jagd und Fischerei) / Renaturierungsfonds Kanton Bern / WWF Schweiz. Die Wassertemperatur ist ein Schlüsselfaktor für den ökologischen Zustand der Fliessgewässer. Besonders von den Änderungen der Wassertemperatur betroffen sind die Wirbellosen und die Fische, z.B. die Bachforelle und die Äsche. Die Gründe für die bereits heute meist unnatürlich hohen Wassertemperaturen sind vielfältig und keineswegs nur auf den Klimawandel zurückzuführen. Dieser verstärkt jedoch die Prozesse. Es stellt sich die Frage, mit welchen Massnahmen der Erwärmung unserer Fliessgewässer entgegengewirkt werden kann. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das vorhandene Wissen praxistauglich aufzubereiten und die Zusammenhänge durch die Auswertung eigener Messresultate darzustellen und zu ergänzen. Der Fokus liegt dabei auf den Bächen und kleinen Flüssen. Auf diese Weise soll eine breite Fachwelt angesprochen werden. Es wurden insgesamt sechs Fliessgewässer untersucht. Vier davon wurden in ihrem Längsverlauf analysiert. Zwei weitere Bäche wurden nur punktuell im Bereich von Biberbauten untersucht. Fazit: Eine grossräumig angewandte Kombination der empfohlenen Massnahmen (insbesondere Beschattung) kann die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf Fliessgewässer abmindern, bestenfalls sogar umkehren. Sie führen gleichzeitig zu einem ausgeglicheneren Lokalklima und Wasserhaushalt, stärken flächendeckend die Biodiversität und bereichern das Landschafts- und Ortsbild. (Vgl. den Kurzbericht "Wie halten wir unsere Fliessgewässer kühl?" sowie das Leporello "Fliessgewässer im Hitzestress", 2021).