• Revitalisierungen – um was geht es?

Revitalisierungen sind ein zentraler Bestandteil des revidierten Gewässerschutzgesetzes. Ziel ist die Wiederherstellung von naturnahen Bächen, Flüssen und Seen mit ihren charakteristischen Tier- und Pflanzenarten. Neben der Biodiversität profitieren auch Naherholung und Hochwasserschutz.

Die Gewässer der Schweiz sind über weite Strecken durch Verbauungen beeinträchtigt. Deshalb strebt die schweizerische Gewässerschutzpolitik an, naturnahe Fliessgerwässerstrecken zu erhalten oder durch Revitalisierungen  zurückzugewinnen. Auch die Ufer von stehenden Gewässern sollen wieder natürlicher werden. Revitalisierungen tragen zur Wiederherstellung naturnaher Lebensräume bei. Im Zentrum stehen Massnahmen, die für Ökosysteme bestimmende Prozesse wieder in Gang bringen. Dadurch kann der Zustand des Lebensraums Gewässer verbessert und der Verlust an aquatischer Biodiversität gestoppt werden.

Zudem können Revitalisierungen einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten sowie der Naherholung dienen. Bei der Planung von Projekten muss auch diesen Interessen Rechnung getragen werden.

Als Revitalisierungen gelten laut Gewässerschutzgesetz bauliche Massnahmen zur Wiederherstellung der natürlichen Funktionen eines verbauten, korrigierten, überdeckten oder eingedolten oberirdischen Gewässers. Die Kantone sind verpflichtet, Revitalisierungen strategisch zu planen und umzusetzen.