Unter dem Begriff Renaturierung verstehen wir die Revitalisierung von Fliessgewässern und Seeufern, die Sicherung des Gewässerraums und die Reduktion der negativen Auswirkungen der Wasserkraftnutzung (Fischgängigkeit, Schwall und Sunk und Geschiebehaushalt).
Als Teil von Wasser-Agenda 21 unterstützen die «Plattform Revitalisierung» und
die «Plattform Sanierung Wasserkraft» den Vollzug der Gesetzgebung und betreiben
gemeinsam die Internetplattfom Renaturierung.
Die Internetplattform dient dem Austausch von Informationen, Erfahrungen und Wissen. Sie richtet sich an Fachleute, die sich mit Renaturierungsmassnahmen an Gewässern beschäftigen.
WA21-Webinar
Referentinnen: Christine Weber und Lucie Sprecher (Eawag)
Die zwei Forscherinnen der Eawag stellen den Synthesebericht zur Wirkungskontrolle Revitalisierung VERTIEFT 2020–2024 vor. Anhand der wichtigsten Erkenntnisse aus 23 Projekten illustrieren sie, welche Wirkungen auf Strukturreichtum, Wassertemperatur und Lebewesen (Makrophyten, Makroinvertebraten, Fische, Uferpflanzen) beobachtet wurden. Sie zeigen, dass nicht nur die gewählten Massnahmen, sondern auch das Umfeld eines Bachs entscheidend sind. Zudem erklären sie, was wir aus diesen Resultaten für zukünftige Revitalisierungsprojekte an kleinen Bächen lernen können.
Wasser-Agenda 21
Blaues Kolloquium
Speaker: Tony Wahl (Retired Technical Specialist, Bureau of Reclamation, Hydraulics Laboratory / US, Denver, Colorado)
VAW
Virtuelle Vortragsreihe SGHL
Referenten: Tobias Wechsler (WSL), Steffen Schweizer (KWO)
„Restwasser sorgt für rote Köpfe“, titelte die NZZ bereits 2012. Worum geht es? Wird für die Energiegewinnung durch Wasserkraft Wasser aus einem natürlichen Gewässer ausgeleitet, muss eine Mindestabflussmenge im natürlichen Fliessgewässer verbleiben: das Restwasser. Dieses soll die ökologischen Funktionen des Gewässers sowie die Lebensräume im und am Wasser erhalten und sicherstellen. Das Restwasser bedeutet somit für die aquatischen Organismen das für deren Erhalt notwendige Minimum – für die Wasserkraft und die Netzstabilität eine Produktionsminderung.
Die Neukonzessionierung ist somit eine richtungsweisende Verteilfrage: Wie viel Wasser steht künftig für die Wasserkraftproduktion, die Gewässerökologie und weitere Nutzungsansprüche zur Verfügung? Eine Frage, die in den kommenden Jahrzehnten von zentraler Bedeutung sein wird. Dabei sind die Bedürfnisse der Energiewende, die Ansprüche der Gewässerökologie (Biodiversität und Schutzwürdigkeit von aquatischen Arten und Lebensräumen) sowie die Klimaerwärmung zu berücksichtigen.
SGHL